Behre wird Fünfter über 400 Meter

Ein Höhepunkt des Abends war das 400 Meter-Rennen der Startklasse T44 mit dem südafrikanischen Superstar Oscar Pistorius. Der zuvor über 100 und 200 Meter geschlagene Sprinter zeigte in einer Galavorstellung, dass er die absolute Nummer eins über die Stadionrunde ist und überquerte nach herausragenden 46,68 Sekunden die Ziellinie. David Behre (TSV Bayer Leverkusen) gab alles in diesem abschließenden Rennen, kam kurz vor der Ziellinie ins Straucheln und nach 51,65 Sekunden knapp hinter dem Brasilianer Alan Oliveira (51,59 Sec.) als Fünfter ins Ziel. „Das hat so viel Spaß gemacht. Zwischendurch dachte ich, es wäre eine Medaille drin, aber mit Platz fünf bin ich auch zufrieden. Ich habe mich sowas von blau gelaufen“, sagte Behre nach dem Lauf. Silber und Bronze sicherten sich Blake Leeper (50,14 sec.) und David Prince (60,61 sec.). (Quelle:DBS)

 


 

  Heinrich Popow erfüllt sich seinen Traum - 100m GOLD!

Es war das sehnlich erwartete Duell zwischen Heinrich Popow (TSV Bayer Leverkusen) und Wojtek Czyz (1. FC Kaiserslautern), das am Ende einen positiven Ausgang nahm. Mit neuem deutschen Rekord von 12,40 Sekunden gewann Popow in einem packenden Finale Gold vor dem Australier Scott Reardon (12,43 sec.). Bronze sicherte sich Wojtek Czyz mit 12,52 Sekunden. Beide deutsche Läufer verbesserten damit erneut ihre Vorlaufzeiten und waren am Ende glücklich mit ihren Medaillen. „Ich habe vier Jahre lang für diesen Moment gearbeitet. Es hat mich komplett gemacht, ich habe mich nie mit dem zweiten Platz beschäftigt, weil ich immer nur Gold wollte. Ich bin glücklich über das, was ich heute gemacht habe", sagte Popow erleichtert. Auch Wojtek Czyz zeigte sich zufrieden mit seinem Ergebnis. „Gold wäre schön gewesen, aber zu den besten drei zu gehören, ist schon toll."

Beide Sprinter wollen nach der am Vormittag aufgebrandeten Aufregung um Czyzs Kritik an der Prothesentechnik, die Heinrich Popow verwendet, nun etwas Ruhe einkehren lassen. „Ich hoffe, dass meine Anregung, die Technik bei Athleten, die Prothesen tragen, stärker zu kontrollieren, in den kommenden Jahren aufgegriffen wird. Jetzt will ich den Abend aber erstmal genießen", sagte der Bronzemedaillengewinner. Auch der Sieger meinte: „Ich weiß gar nicht, was jetzt noch alles passiert, aber heute Abend könnt Ihr alles mit mir machen." (Quelle DBS); Foto: TSV Bayer 04 Leverkusen

Heinrich Popow erfüllte sich mit der goldmedaille einen Traum (Foto TSV Bayer04 Leverkusen) 

 


 

Zweimal Bronze für die Leichtathletinnen vom TSV Bayer Leverkusen 

Birgit Kober zeigt nach dem Weltrekord beim Speerwerfen auch beim Kugelstoßen Ihre ganze Stärke. Bereits in der Vorrunde verbesserte Birgit ihren bisherigen Weltrekord um fünf Zentimeter und konnte sich im Endkampf Bronze sichern.

Es war eine rundum gelungene Paralympics-Premiere. Nachdem Birgit Kober (TSV Byer Leverkusen) bereits im Speerwerfen der Startklasse F32/33/34 mit einem neuen Weltrekord die Goldmedaille gewann, gelang ihr dies genauso bravourös im Kugelstoßen. Bereits im ersten Versuch verbesserte sie ihren bisherigen Weltrekord um fünf Zentimeter auf 10,25 Meter (1112 Punkte) und zog damit als Erste in den Endkampf ein. „Ich wusste nach dem ersten Versuch gar nicht, wie weit er war und habe deshalb ein komisches Gesicht gemacht. Es hieß erst, er sei ungültig“, sagte Birgit Kober. Im Endkampf wollte sie dann eigentlich noch weiter stoßen. „Aber ich wollte es besonders gut machen und habe dann nicht mehr locker gestoßen“, erklärte sie, betonte aber, dass es garantiert noch ein bisschen weiter geht. Silber und Bronze gewannen Louise Ellery (AUS, 5,90, 895 Punkte) und Maroua Ibrahmi (5,75 (869 Punkte). 

Katrin Green wollte nach dem unglücklichen vierten Platz über 100 Meter nun über 200 m alles geben. Das ist geglückt: sie verbesserte ihre persönliche Bestleistung und erreichte in einem erstklassigen Rennen Bronzemedaille.

Für Katrin Green (ebenfalls TSV Bayer Leverkusen) waren die 200 Meter der Startklasse T42/44 eine Art Wiedergutmachung für den unglücklichen vierten Platz über 100 Meter. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 27,53 Sekunden verbesserte sie in einem hochklassigen Rennen ihre alte Bestmarke um eine halbe Sekunde und sicherte sich damit die Bronzemedaille. „Das war endlich Zeit, die 27 ist mir immer schon davon gelaufen“, sagte sie überglücklich. Gold und Silber gingen mit jeweils neuer Weltrekordzeit an Marlou van Thijn (NED, 26,18 sec.) und Marie-Amelie le Fur (FRA, 26,76 sec.). (Quelle:DBS)

             

Katrin Green lebt inzwischen in Oklahoma City in den USA. Trainiert wird sie inzwischen von ihrem Mann, den sie ebenfalls bei paralympischen Spielen kennenlernte. Die gebürtige Deutsche startet immer noch für TSV Bayer 04 Leverkusen und tritt bei den Paralympics für das deutsche Team an.

 


 

Tamira Slaby lief auf Platz fünf

 

Über 200 Meter der Startklasse T38 erreichte die Essenerin Tamira Slaby mit 29,14 Sekunden den fünften Platz. Leider verpasste sie damit bei ihrer zweiten Teilnahme bei paralympischen Spielen ihr gestecktes Ziel eine Medaille zu erlaufen.


 

Gold für Sebastian Dietz!

„Ich habe mir einen Traum erfüllt“, jubelte Sebastian Dietz, nachdem er in der Startklasse T35/36 die Goldmedaille gewann. Bereits vom ersten Versuch an war der Athlet vom SV Ahle auf Goldkurs, und von diesem ließ er sich nicht einmal durch den Chinesen Wenbo Wang beirren, der im zweiten Versuch 28 Zentimeter weiter warf. „Ich habe im Verlaufe des Wettkampfs gemerkt, dass ich meinem Traum immer näher komme. Das hat mich schon ein bisschen nervös gemacht“, gestand Sebastian Dietz. Es gelang ihm jedoch, die Nerven im Zaum zu halten und sich weiter voll und ganz auf seine Würfe zu konzentrieren. „Ich hatte zwar nicht meinen besten Tag und habe ab dem vierten Versuch nur noch aus den Armen gerissen. Ich wollte unbedingt weiter werfen, weil ich weiß, dass ich das kann“, analysierte er. Gereicht hat es am Ende trotzdem. Seine Siegesweite von 38,54 m aus dem dritten Versuch konnte von keinem seiner Konkurrenten mehr übertroffen werden. Die Silbermedaille ging an Olaksii Pashkov aus der Ukraine mit 37,89 m, Bronze gewann der Chinese Wenbo Wang mit 37,87 m. (Quelle DBS)

 


 

Birgit Kober wirft Weltrekord

Mit einer sensationellen Weite von 27,03 m sicherte sich die Leverkuserin die Goldmedaille und stellte damit einen neuen Weltrekord auf!

„Das es eine Weltrekord wird, hätte ich nicht gedacht, aber das Klatschen der Zuschauer hat den Speer irgendwie getragen. Das ist auf jeden Fall einer der schönsten Momente meines Lebens“, freute sich die Siegerin. (Quelle DBS) 3.9.12

Mehr dazu unter: www.dbs-npc.de/paralympics-nachrichten/items/doppelsieg-im-speerwurf-kober-wirft-weltrekord.html

 


 

01. September 2012

Weiter auf Erfolgskurs: Heinrich Popow sprintet zu Bronze

Der DBS berichtet:

In einem Wimpernschlagfinale hat Heinrich Popow über 200 m der Startklasse T42 in einer neuen persönlichen Bestleistung von 26,90 sec. die Bronzemedaille gewonnen. „Als schlechter Kurvenläufer auf Bahn eins meine Bestleistung um eine Sekunde runterzuschrauben, war sensationell. Ich hatte mich eigentlich nur auf die 100 m vorbereitet – ohne das Publikum wäre ich nicht so schnell gewesen“, freute sich der Leverkusener. Nach dem unglücklichen vierten Rang im Weitsprung einen Tag zuvor ist diese Medaille für den 29-Jährigen eine Art Wiedergutmachung. mehr unter http://www.dbs-npc.de/paralympics-nachrichten/items/popow-sprintet-zu-bronze.html

 


 

31. August 2012 

Gold für NRW:  Markus Rehm springt Weltrekord

Gold, Silber und Platz 4 für Deutschland im Weitsprung der Männer

Im ausverkauften Leichtathletikstadium sprang Markus Rehm in einem packenden Wettkampf sensationelle 7,35 m und brach damit den Weltrekord. In der kombinierten Startklasse F 42/44 lag Deutschland zeitweilig sogar auf den Plätzen 1,2 und 3. Angespornt durch die fantastische Stimmung im Stadion und unter tosenden Beifall lieferten sich die Weitspringer bis zum Schluß einen harten Kampf um die ersten Plätze. Am Ende sicherte sich Wojtek Czyz  mit 6,33 m die Silbermedaille, während Heinrich Popow mit 6,07 m die Bronzemedaille nur um vier Zentimeter knapp verfehlte und den dritten Platz an den Dänen Daniel Jorgensen abgeben musste. Einen ausführlichen Bericht finden Sie unter http://www.dbs-npc.de/