Excellence

Leistungssport von Menschen mit Behinderung auf dem Weg der Inklusion

 

Nachwuchssportlerinnen und –sportler des BSNW (Behinderten-Sportverband Nordrhein-Westfalen) aus den Bereichen Tischtennis, Leichtathletik und Schwimmen sollen die Gelegenheit haben mit Nachwuchssportlerinnen und -sportler der Fachverbände (Leichtathletik-Verband Nordrhein, Fußball und Leichtathletik-Verband Westfalen, Schwimmverband Nordrhein-Westfalen, Westdeutscher Tischtennis-Verband) zukünftig gemeinsam zu trainieren. Zu Beginn der Aktion, die bis 2016 durchgeführt werden soll, erhalten die Sportlerinnen und Sportler die Gelegenheit, paralympischen Spitzensport 2012 in London zu erleben. Nach diesem gemeinsamen Erlebnis zum Auftakt ist gemeinsames Training im Leistungsport-Nachwuchsbereich (Start 2013 bis 2016) das Ziel. Der BSNW und die Fachverbände möchten im Zeitraum von 2013 bis 2016 Erfahrungen sammeln und Strukturen für die gemeinsame Betreuung von Nachwuchssportlerinnen und –sportlern im Leistungssport schaffen. Bewähren sich die Bemühungen, wird die Übernahme der Verantwortung im Nachwuchs-Leistungssport auf Landesebene durch die beteiligten Fachverbände zu den Olympischen/Paralympischen Spielen 2016 angestrebt.

Insgesamt werden in einem ersten Schritt 45 Personen in das Vorhaben einbezogen: je 6 SportlerInnen mit und ohne Behinderung aus den Sportarten Tischtennis, Leichtathletik und Schwimmen zzgl. Betreuer/Trainer. Die Sportlerinnen und Sportler aus dem Bereich Behindertensport gehören den Landeskadern an. Die Sportlerinnen und Sportler der Fachverbände wurden über eine Ausschreibung angesprochen. Die Teilnehmer an der Maßnahme sollen als "Multiplikatoren" nach 2012 tätig werden, um die Basis für ein gemeinsames Training und Betreuung behinderter und nicht behinderter NachwuchssportlerInnen zu erweitern und zu sichern.

Das gemeinsame Erleben des Highlights der Paralympics soll zum weiteren Engagement im Leistungssport und zu einer engen Zusammenarbeit im Training motivieren. Die jungen Teilnehmer an der Maßnahme werden von den Möglichkeiten der "Inklusion" im Leistungssport durch gelebte Praxis überzeugt und können eine Art "Multiplikatorenfunktion" übernehmen. Damit soll u.a. eine Basis für die Planungen bis 2016 geschaffen werden.

Erste Überlegungen, gemeinsame Trainerstellen zu schaffen und die fachliche Betreuung komplett in die Hände der Fachverbände zu legen, haben zur Idee und zur Umsetzung des Projektes geführt. Dies ist nur ein erster Schritt in Richtung Inklusion. Eine längere Probephase in diesem Bereich muss sicherstellen, dass die Betreuung und die organisatorische Umsetzung für die behinderten Nachwuchssportler zum einem zumindest die gleiche Qualität wie in der Betreuung durch den BSNW bietet und zum anderen die Fördermechanismen auf Landesebene quantitativ auf gleichem oder höherem Niveau greifen.

Dann ist der BSNW im Sinne der Umsetzung der UN-BRK ist bereit, sich aus der Betreuung der LeistungssportlerInnen mit Behinderung zurückzuziehen. Selbstverständlich wir er auch danach weiterhin sein Fachwissen den Fachverbänden zur Verfügung stellen.

Excellence wird maßgeblich von der Gold-Kraemer-Stiftung gefördert. Weitere Förderer sind der Landessportbund Nordrhein-Westfalen und die Kämpgen-Stiftung. Weitere Unterstützung ist bei der Aktion Mensch beantragt. Die Medienpartner des BSNW – die NRZ (Neue Ruhr-/Neue Rhein Zeitung) und Westlotto werden das Projekt medial begleiten.